Plakate für eine solidarische Stadt!

Liebe Freund:innen einer solidarischen Stadt,
da wir ja alle merken, dass es nicht leichter wird Wohnungen zu finden, sondern eher schwerer, braucht es jetzt zumindest eins: Zusammenhalt!
Aber meist wissen wir ja nicht einmal, welche Nachbarin oder welcher Hausmitbewohner gerade Ärger hat. Das wollen wir ändern!
Ihr findet auf unserer Seite Plakate, die ihr bei euch in die Fenster oder an die Fassade hängen könnt, damit alle sehen wer eigentlich gerade von was betroffen ist und wir andere in ihren Auseinandersetzungen unterstützen können.
Steht bei euch das halbe Haus leer, soll eure Wohnung teuer saniert werden, habt ihr monatelang keine passende Wohnung gefunden oder will euch die Vermietung rausschmeissen?
Dann findet ihr auf unserer Seite (Tab oben im Menü) die passenden Plakate oder ihr schickt uns eine Mail an: entmietunginleipzig@mail.de. Wir lassen euch die Plakate sonst auch zukommen.
Schickt uns gerne Fotos oder ähnliches von euren Häusern.
Und meldet euch, wenn ihr Unterstützung braucht!

Straßenfest am 28.04.


(den Aufruf findet ihr nicht auf der Rückseite, sondern direkt hier drunter)

Das ist unser Platz, wir gehen hier nicht weg!

Warum dürfen wir das nicht entscheiden?

Unser Haus in Neustadt-Neuschönefeld wurde, wie viele andere im Leipziger Osten, im letzten Jahr verkauft.
Der neue Eigentümer plant umfassende Sanierungen und versucht uns und Bewohnerinnen aus mindestens 3 anderen Häuser loszuwerden.
Er hätte gern, dass wir unsere Wohnungen verlassen, um dann den Wohnraum in Eigentumswohnungen umwandeln zu können.

Dagegen wehren wir uns!

Wir, dass sind die, die in dem Haus leben. Die eine Wohnung brauchen. Die nicht wissen, ob sie einfach eine andere Wohnung im selben Stadtteil finden,
die bezahlbar ist. Gerade für Menschen von uns, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, oder große Familien ist das besonders schwierig oder gar unmöglich.
Wir wehren uns, obwohl wir uns vielleicht auch ein Haus wünschen, das besser isoliert ist oder einen Balkon angebaut hat. Doch darum geht es nicht bei den Sanierungen: Wir sind egal, wir müssen raus, denn mit uns ist kein Geld zu verdienen. Wir können die Wohnungen nämlich nicht kaufen, sie sind zu teuer.
Die Sanierung hat nur einen einzigen Zweck: Mit den Häusern und unser aller Wohnungen so viel Geld wie möglich zu verdienen.
Überall in der Stadt ist diese Verdrängung zu beobachten: Die Stadt wird saniert, Leerstand verschwindet, doch am Ende nützt das nur allen, die das nötige Kleingeld mitbringen. Der Rest zieht weg und muss Freundinnen und Lieblingsplätze verlassen.
Hier zeigt sich etwas sehr zugespitzt was wir alle tagtäglich erleben. Die Bedürfnisse der Menschen spielen in unserer Gesellschaft keine besonders wichtige Rolle. Was mit unserem Haus passiert, ist eben unabhängig von menschlichen Bedürfnissen (wie z.B. ein Dach über dem Kopf), sondern wird danach entschieden, wie es am besten zu Profit gemacht werden kann. Dass die Menschen wohnen müssen, ist in dieser Logik nur ein glücklicher Zufall, da Häuser sonst nicht zu Geld gemacht werden könnte.
Wir wünschen es uns aber genau anders herum! Wir wollen keine Welt in der alles (auch Wohnraum) eine Ware ist! Eigentlich sollte es doch darum gehen: Dass unsere (sehr reiche) Gesellschaft, unser aller Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.
Im Mittelpunkt der Gesellschaft sollten nämlich Menschen stehen! Und heute und hier eben wir!

Wir wollen das entscheiden!